Verein für interkulturelles Theater Freiburg - Die Kinder von la Hille
Verein für Interkulturelles Theater Freiburg
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Ein friedliches Zusammenleben der Menschen verschiedener Kulturen kann mit theaterpädagogischen und künstlerischen Mitteln als Wert vermittelt werden und wird von beiden Projekten Travka muravka und TABUN Musiktheater in den Stücken umgesetzt.

Presseberichte

Die Kinder von la Hille - eine Kinderrepublik

Musiktheater Tabun

Die Kinder von la Hilleweltweit das erste Theaterstück über die wahre Geschichte der hundert geretteten jüdischen Kinder * geeignet ab 10 Jahren

Musiktheater Tabun, Freiburg, Verein für Interkulturelles Theater Freiburg e.V. Leitungsteam: Nils Lauinger, Rabea Hussain, Monika Hermann

Die beteiligten Schüler und Schülerinnen kommen von der Lessing Realsschule, vom THG, vom Wenzinger Gymnasium, von der Staudinger Gesamtschule, vom Droste Hülshoff Gymnasium, St. Ursula Gymnasium und von anderen Schulen in Freiburg, in Kooperation mit der Geschichtswerkstatt an der Lessing Schule.

Wir sind daran interessiert, das Stück an vielen Schulen zu zeigen.

In diesem Jahr jährt sich das Gedenken an die sogenannte "Reichskristallnacht" in der Nacht vom 9. auf den 10. November - einem Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung in Deutschland vor genau 75 Jahren ( mehr darüber im Text **unten )

Hier in Freiburg wurden die jüdischen Kinder seit 1936 an der Lessing Schule unterrichtet, die in Freiburg die Jüdische Zwangsschule war.
Nach dem 10. Nov. 1938 wurde der Unterricht dort für die Kinder eingestellt.

Wir werden zu diesem Anlass im Festsaal der Waldorfschule St. Georgen ein Theaterstück mit Musik aufführen.

Zu Film und Presseberichten >>

Es handelt sich um eine mutmachende, positive Geschichte. Die Gemeinschaft der Kinder steht im Mittelpunkt.

Eine Gruppe von jüdischen Kindern aus Deutschland zwischen 4 und 16 Jahren wurde rechtzeitig von den Eltern nach Belgien geschickt, um sie zu schützen - von dort mussten hundert Kinder im Mai 19 40 auf dramatische Weise fliehen in einer vier Tage dauernden Odyssee in Güterwaggons - ohne Essen, Toiletten und in völliger Dunkelheit.

Sie kamen in Südfrankreich an und die hundert Kinder wurden dort von vier mutigen Menschen ( einer Köchin und zwei Heimleitern, einem Ehepaar - sowie der einsatzbereiten Mutter eines Heimleiters ) ein Jahr lang betreut - eine Kinderrepublik entstand. Die großen Kinder haben den kleinen Unterricht gegeben, haben Spiele für sie organisiert und den Alltag mit der Grundversorgung bewältigt.
Nach dem Jahr konnten sie in das verfallene Schloss La Hille am Rand der Pyrenäen umziehen, wo in ihrem Alltag Theaterspielen, Musik und Literatur eine große Rolle gespielt haben - die Kinder waren sehr begeistert vom Lesen.

"Das Lesen und die Kultur in La Hille haben mich seelisch gerettet, " sagte mir Betty Bloom ( damals Betty Schütz) - als ich sie vor drei Monaten in London besucht habe. "Wir wussten nicht was mit unseren Eltern und Verwandten war - doch wir hatten die Bücher. Wir waren wie eine große Familie.
Das Leben war hart, wir mussten viel arbeiten, aber wir haben überlebt."

Die Bewohner des Dorfes haben die Kinder nicht verraten. Trotzdem kamen die Ältesten von den Kindern ins Lager Vernet und wurden erst in letzter Minute vor dem Zug nach Ausschwitz gerettet.

Musik, Literatur, Tanzen waren Bestandteil des Alltags auf dem Schloss La Hille, Theaterstücke wurden eingeprobt. Der junge Heinz Storosum ( Violine ) und Walter Kamlet ( Klavier ) hatten durch ihre Leidenschaft für die klassische Musik in vielen Kindern die Liebe zur Musik geweckt. Beide wurden später sehr berühmt.

Vor kurzem hat uns Walter Reed aus Chicago/ USA ( Werner Rindsberg ) hier in Freiburg in der Probe an der Waldorfschule besucht und hat von seinen persönlichen Erfahrungen damals als einer der Älteren unter den Kindern berichtet.
Die Überlebenden, ihre Familien und Nachkommen erfahren regelmäßig über den Verlauf unserer Arbeit, ein Theaterstück über ihre Geschichte zu inszenieren, um die Erinnerung an diese mutigen Menschen wieder lebendig zu machen.

Für das Theaterstück wurden neue Lieder in französischer Sprache geschrieben und Lieder von der Zeit damals in La Hille wurden im Stück aufgenommen, die die Überlebenden von La Hille am Telefon vorgesungen hatten, Auch einige jiddische Lieder die thematisch passen werden solistisch und im Chor zu hören sein.

Beispielsweise ein Lied, das von den Jugendlichen in der Resistance Bewegung 1943 in Grenoble im Schutz der Berge heimlich gesungen wurde.

Betty Bloom (Schütz) aus London war eines der hundert jüdischen Kinder, denen die Flucht aus Deutschland nach Südfrankreich gelungen war und die überlebt hat.
Sie hat sich kurzfristig entschlossen, zur Premiere am 10. Nov. nach Freiburg zu kommen, obwohl sie ihren schwer erkrankten Mann nicht in London allein lassen möchte.
Betty ist zutiefst davon berührt, dass ihre eigene Geschichte und die der anderen Kinder von La Hille im Theaterstück gespielt werden.

Zu Film und Presseberichten der Premiere >>

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